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Budapest News

Budapest Zoo: die Nacht der Gaukler

Budapest Zoo: ElefantenhausIn Budapest Zoo lebt die fühere Welt der Gaukler, des ehemaligen Wurstels,  des Rummelplatzes  am 29. bis zum 30. Mai  auf. Über 100 Jahre lang war der Wurstel, der Rummelplatz der beliebteste Vergnügunsort von Budapest. Er befand sich in dem Stadtwäldchen. An ihn und seine Hauptfiguren, an die Gaukler, an die Possenreißer erinnert man am letzten Wochenende des Monats Mai. Wen kann man dort antreffen?


Der erste Gaukler erschien bereits am Anfang des 19. Jh.-s im Stadtwäldchen, der  ein Ringelspiel aufgestellt hat.  In dem kommenden Jahren folgten ihm weitere. So konnten die Besucher auch mit dem Luftballon in die Luft hinaufsteigen. Einige haben die Zuschauer mit besonderen Tieren in Erstaunen versetzt. So gab es u.a. ein besonderes Pferd, das mit dem Klopfen seines Beines die genaue Uhrzeit oder das angegebene Alter eines Menschen ganz genau abklopfen konnte. Es gab auch einen Akrobaten, mit dem man seine eigene Kraft ausprobieren konnte. Es gab aber auch Schwertschlucker. In der Schießhalle konnte man seine Geschicklichkeit  auf die Probe stellen.
Eine der grössten Sensationen  der 1860-er Jahre war  das sogenannte schüttelnde Becken. Im Becken gab es Wasser und Goldmünzen. Wenn jemand die Hand ins Wasser steckte und die Münzen rausholen wollte, dann hat  der ins Wasser geleitete Schwachstrom ihn geschüttelt. In den 1870-er Jahren gab es in dem Stadtwäldchen auch schon einen Zirkus, Puppentheater und Feuerwerk. Mit der Entwicklung der Technik erschien auch ein „Schnellfotograf”. In den 1880-er Jahren wurde der Wurstel der Hauptvergnügungsort der unteren Volksschichten. Die Aristokraten und die Bürger bevorzugten eher die Eislaufbahn und den Zirkus und später schon am Anfang des 20. Jh-s den Englischen Park.
Zur Milleniumsfeier, 1896 wurde die sog. „Alte Budaer Burg”,  oder wie die Karikaturzeitungen „Pappkartonpolis” nannten, als Unterhaltungskomplex erbaut. Sie war damals der grösste Unterhaltungskomplex auf dem Kontinent. Er wurde tatsächlich aus Pappkarton, Holz und Gips mit mehreren Attraktionen erbaut. Dieser Bau mit Minaretten, türkischem Bazar,  dem Harem des Paschas, der Mosche und ihrem Dervis, kleinen Straßen hat die Atmosphäre der Budaer Burg in den Türkenzeiten nachgemacht. Es gab dort zahlreiche Wein-und Bierstuben, Garküchen,  Kneipen, Cafes, auch türkische, Sektpavillons. Und viele Attraktionen haben das verehrte Publikum unterhalten: so u.a. Riesenmenschen,  eine Frau mit Bart, Fakire. In zeitgenössischen Kleidern angekleidete Menschen haben auf den kleinen Straßen getanzt und gesungen. Jeden Tag gab es auch ein Feuerwerk.
Die „Alte Budaer Burg“ stand an einer der Ecken des heutigen Zoos, damals auf dem Gelände des Englischen Parks, und funktionierte  bis zu den 1940-er Jahren, wo man jetzt den Park „Holnemvolt“ findet.
Authentisch, eben dort, an der früheren Stelle der Alten Budaer Burg, der „Pappkartonpolis“ wird jährlich die Nacht der Gaukler mit viel Musik, und buntem Wirbel am 29.-30 Mai im Budapest Zoo, in dem Stadtwäldchen veranstaltet.
Vergessen Sie aber bitte auch nicht, den Zoo  mit seinen  850 Tierrassen und 8542 Tieren, seinen schönen Häusern, teilweise im erbaut im Jugendstil, mit anzusehen.

Viel Spaß wünsche ich Ihnen dabei!

Budapest, 27.5.2014


(Foto: Bagosi Zoltan, Fövárosi Növény-és Állatkert)